Mit dem Erfolg, den seie Filmtraktate über Abwesenheit und Präsenz Wisla und WARS im internationalen Kunstbetrieb hatten, skizzierte Josef Dabernig einen Weg zwischen den Genres, der deren jeweilige Eigenlogig gegeneinander zu balancieren versteht. Dabernigs Arbeiten sind gleichsam unter der strengen Aufsicht des Experimentalfilms und seiner Formetüden geschnitten, spielen aber auch mit den Gesten, Stimmungen und Valeurs des AutorInnenkinos der 60er und 70er Jahre, und zwar mit einer Lust an Narrationsverschiebungen, wie man sie aus den Lektüren der psychoanalytischen Filmtheorie kennt. (Georg Schöllhammer) Dreimantas Narkevicius' erste und letzte Filmarbeit verstehen sich hier als Referenzminiaturen: Wie meine eigenen Arbeiten der Hermetik eines filmischen Diskurses verschrieben, aber im Vergleich dazu mehr am Dokumentarischen interessiert, werden Konstruktionen von Identität und Geschichte von einem Subtext zwischen Sarkasmus und Farce untergraben. (Josef Dabernig) Filmprogramm Deimantas Narkevicius Europe 54º54' - 25º19' (1997) Farbe, 9 min Josef Dabernig Wisla (1996) s/w, 8 min Josef Dabernig, Markus Scherer Timau (1998) s/w, 20 min Josef Dabernig Jogging (2000) Farbe, 11 min Josef Dabernig WARS (2001) s/w, 10 min Josef Dabernig, G.R.A.M. automatic (2002) s/w, 7 min Josef Dabernig Parking (2003) s/w, 6 min Josef Dabernig Rosa coeli (2003) s/w, 24 min Deimantas Narkevicius Once in the XX Century (2004) Farbe, 8 min Josef Dabernig Lancia Thema (2005) Farbe, 17 min, Uraufführung |
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