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Österreichisches Filmmuseum
Sonntag, 5. Juni 2005, 15 Uhr

Moderation: Georg Schöllhammer


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Mit dem Erfolg, den seie Filmtraktate über Abwesenheit und Präsenz Wisla und WARS im internationalen Kunstbetrieb hatten, skizzierte Josef Dabernig einen Weg zwischen den Genres, der deren jeweilige Eigenlogig gegeneinander zu balancieren versteht. Dabernigs Arbeiten sind gleichsam unter der strengen Aufsicht des Experimentalfilms und seiner Formetüden geschnitten, spielen aber auch mit den Gesten, Stimmungen und Valeurs des AutorInnenkinos der 60er und 70er Jahre, und zwar mit einer Lust an Narrationsverschiebungen, wie man sie aus den Lektüren der psychoanalytischen Filmtheorie kennt. (Georg Schöllhammer)

Dreimantas Narkevicius' erste und letzte Filmarbeit verstehen sich hier als Referenzminiaturen: Wie meine eigenen Arbeiten der Hermetik eines filmischen Diskurses verschrieben, aber im Vergleich dazu mehr am Dokumentarischen interessiert, werden Konstruktionen von Identität und Geschichte von einem Subtext zwischen Sarkasmus und Farce untergraben. (Josef Dabernig)



Filmprogramm

Deimantas Narkevicius
Europe 54º54' - 25º19'
(1997)
Farbe, 9 min

Josef Dabernig
Wisla
(1996)
s/w, 8 min

Josef Dabernig, Markus Scherer
Timau
(1998)
s/w, 20 min

Josef Dabernig
Jogging
(2000)
Farbe, 11 min

Josef Dabernig
WARS
(2001)
s/w, 10 min

Josef Dabernig, G.R.A.M.
automatic
(2002)
s/w, 7 min

Josef Dabernig
Parking
(2003)
s/w, 6 min

Josef Dabernig
Rosa coeli
(2003)
s/w, 24 min

Deimantas Narkevicius
Once in the XX Century
(2004)
Farbe, 8 min

Josef Dabernig
Lancia Thema
(2005)
Farbe, 17 min, Uraufführung