sounding difference (I)
„Moderne“ ist ein polysemantischer Begriff. Es existieren eine Vielzahl kunsthistorischer und -theoretischer Thesen über diese Epoche der Kunstgeschichte. Im Rahmen von zwei interdisziplinären Symposien werden Vorträge und Diskussionen mit namhaften KünstlerInnen und TheoretikerInnen stattfinden. Der permanente Diskurs um die Moderne, die Postmoderne und die zweite Moderne wird aufgenommen und weitergeführt. In den betreffenden Wissenschaften herrscht keine Einigkeit darüber, wann die Moderne begonnen hat, wie lange sie angedauert hat, und nahezu unüberschaubar wird die Thematik, wenn man der Frage nachgeht, in welcher Epoche wir zur Zeit eigentlich leben. Die unterschiedlichen Thesen hierzu werden erörtert und verglichen. Welche Erklärungsmodelle können darüber Aufschluss geben, warum gerade in den letzten Jahren das Interesse am Modernismus so massiv erwacht ist? Handelt es sich bloß um eine kurzlebige Modeerscheinung im gegenwärtigen Kunstbetrieb, oder zeichnet sich eine nachhaltige Strömung ab? Im Rahmen der Symposien wird kritisch und analytisch die Frage diskutiert, ob es sich bei der zeitgenössischen Renaissance der Moderne um eine reaktionäre oder progressive Strömung handelt, um Restauration oder einen Neustart, ob Nostalgie, Retrochic und Epigonentum gefeiert werden, oder die Überwindung der eklektizistischen Postmoderne ernsthaft in Angriff genommen wird. Ist die aktuelle Wiederbelebung modernistischer Formen lediglich eine besonders perfide Recyclingstrategie der Postmoderne oder der Versuch, dieser etwas entgegenzusetzen? |
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